Arbeitsorganisation in der Pflege

Die Aufgaben einer Pflegekraft in der Praxis sind sehr umfangreich und vielschichtig.
Sie orientieren sich zum einen an den individuellen Bedürfnissen des zu pflegenden Menschen, zum anderen an den Anforderungen des Einsatzortes.

Mittelpunkt der eigenen Arbeitsorganisation sollte ein patienten- bzw. bewohnerorientierter Tagesablauf sein. Dabei unterscheiden sich die individuellen Bedürfnisse von Kindern, jungen und älteren Erwachsenen sehr. Hier ist die professionelle Pflegekraft gefragt, vertraute Gewohnheiten wie Ruhe- und Schlafphasen oder besondere Essensgewohnheiten der ihr anvertrauten Menschen als Mittelpunkt und Maßstab der eigene Arbeitsablauforganisation zu sehen.

Je nach Einsatzort ist der fachliche Schwerpunkt sehr unterschiedlich.
Von der Akutversorgung von schwerkranken Menschen über die Rehabilitation, der kurzfristigen oder kontinuierlichen stationären Betreuung von pflegebedürftigen Bewohnern in einer Pflegeeinrichtung bis hin zur ambulanten Pflege in gewohnter häuslicher Umgebung.

Um diesen spezifischen Besonderheiten gerecht zu werden und eine „Rund um die Uhr“ Versorgung zu gewährleisten, sind die Dienstzeiten in der Regel in einem Schichtdienstmodell geregelt. Dass heißt, die tägliche Arbeitszeit verteilt sich in der Regel von Frühdienst, Spätdienst und Nachtdienst über 24 Stunden. Auch hier gibt es Unterschiede je nach Einsatzgebiet. Bereits die Auszubildenden sind in diese unterschiedlichen Dienstzeitenmodelle eingebunden.